Die Ernährung spielt eine grundlegende Rolle für die optimale Funktion des Gehirns und die kognitive Leistungsfähigkeit. Was wir essen, hat einen direkten Einfluss auf unsere Fähigkeit, uns zu konzentrieren, uns etwas zu merken, zu argumentieren und Entscheidungen zu treffen.
Hier finden Sie eine detaillierte Analyse der Zusammenhänge zwischen Ernährung und Kognition.
Das Gehirn, ein energieintensives Organ
Obwohl das Gehirn nur 2% des Körpergewichts ausmacht, verbraucht es etwa 20% der gesamten Energie des Körpers. Dieser hohe Energiebedarf erklärt sich durch die intensive und konstante neuronale Aktivität, die eine regelmäßige Zufuhr von Nährstoffen erfordert.
Makronährstoffe und kognitive Funktion
Kohlenhydrate
Glukose ist die Hauptenergiequelle für das Gehirn. Komplexe Kohlenhydrate (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte) sorgen für eine allmähliche Freisetzung von Glukose ins Blut, wodurch eine stabile Energieversorgung des Gehirns gewährleistet wird. Im Gegensatz dazu verursachen Einfachzucker Blutzuckerspitzen, gefolgt von Energieabfällen, die sich negativ auf die Aufmerksamkeit und Konzentration auswirken.
Proteine
Aminosäuren aus Proteinen sind wichtig für die Synthese von Neurotransmittern wie Dopamin und Serotonin, die an der Regulierung der Stimmung, der Motivation und des Gedächtnisses beteiligt sind. Quellen für hochwertiges Eiweiß sind u. a. Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier und mageres Fleisch.
Lipide
Omega-3-Fettsäuren, insbesondere die Docosahexaensäure (DHA), sind wichtige Bestandteile der neuronalen Membranen. Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Omega-3-Fettsäuren (fetter Fisch, Walnüsse, Leinsamen) die kognitiven Funktionen verbessert und das Risiko eines altersbedingten kognitiven Verfalls verringern könnte.
Kritische Mikronährstoffe für das Gehirn
Vitamine der Gruppe B
Die Vitamine B6, B9 (Folat) und B12 spielen eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel des Gehirns und bei der Synthese von Neurotransmittern. Ein Mangel an diesen Vitaminen kann zu Müdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten führen.
Antioxidantien
Die Vitamine C, E und Flavonoide schützen das Gehirn vor oxidativem Stress. Farbige Früchte und Gemüse, grüner Tee und Kakao sind besonders reich an diesen neuroprotektiven Verbindungen.
Mineralien
- Eisen : wichtig für den Transport von Sauerstoff zum Gehirn, ein Mangel kann zu Müdigkeit und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten führen. (Nutri'Eisen)
- Zink : an der Neurogenese und der synaptischen Plastizität beteiligt. (Nutri'Zinc)
- Magnesium : spielt eine Rolle bei der Nervenübertragung und der Schlafregulierung (Nutri'Mag)
- Jod : entscheidend für die Gehirnentwicklung und die kognitive Funktion
Hydratation und Kognition
Selbst eine leichte Dehydrierung (1-2% Körperwasserverlust) kann die kognitive Leistung, insbesondere die Aufmerksamkeit, das Kurzzeitgedächtnis und die Wachsamkeit, signifikant beeinträchtigen.
Die Aufrechterhaltung einer angemessenen Hydratation ist daher für eine optimale Gehirnfunktion von entscheidender Bedeutung.
Ernährungsmuster, die gut für das Gehirn sind
Mediterrane Diät
Die Mittelmeerdiät, die sich durch einen hohen Verzehr von Obst, Gemüse, Fisch, Olivenöl und Nüssen auszeichnet, wurde mit einer besseren kognitiven Leistung und einem geringeren Risiko für kognitiven Verfall und Demenz in Verbindung gebracht.
MIND-Ansatz (Mediterranean-DASH Intervention for Neurodegenerative Delay)
Diese Diät kombiniert die Prinzipien der Mittelmeerdiät und des DASH-Ansatzes (Dietary Approaches to Stop Hypertension), wobei der Schwerpunkt auf Lebensmitteln liegt, die speziell für das Gehirn von Vorteil sind, wie Beeren, grünes Blattgemüse und Nüsse.
Essgewohnheiten und kognitive Leistung
Timing der Mahlzeiten
Regelmäßige Mahlzeiten tragen dazu bei, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, wodurch eine konstante Energiezufuhr zum Gehirn gewährleistet wird.
Das Frühstück ist besonders wichtig für die morgendliche kognitive Leistung.
Er sollte vor allem proteinreich und zuckerarm sein.
Intermittierendes Fasten
Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte Formen des intermittierenden Fastens die Neuroplastizität und die Produktion neurotropher Faktoren fördern und dadurch die kognitive Funktion verbessern könnten.
Nahrungsergänzungsmittel für die Kognition
Einige Nahrungsergänzungsmittel können die kognitive Funktion unterstützen, obwohl ihre Wirksamkeit von Person zu Person variiert :
- Omega-3-Fettsäuren (Nutri'Omega 3)
- Ginkgo biloba
- Bacopa monnieri (Form'Memory Activ)
- Phosphatidylserin
- Curcumin (Form'Kurkuma)
Es ist jedoch besser, eine ausgewogene Ernährung zu bevorzugen, als sich ausschließlich auf Nahrungsergänzungsmittel zu verlassen.
Schlussfolgerung
Eine optimale Ernährung ist eine grundlegende Säule der kognitiven Gesundheit.
Eine Ernährung, die reich an essenziellen Nährstoffen ist, stellt in Kombination mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und regelmäßigen Essgewohnheiten eine wirksame Strategie dar, um die kognitive Leistungsfähigkeit kurz- und langfristig zu erhalten und zu verbessern.
Wie bei vielen Aspekten der Gesundheit sind Abwechslung und Ausgewogenheit nach wie vor die Leitprinzipien einer gehirngerechten Ernährung...